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Wie heizt man richtig?

Der ein oder andere mag sich jetzt denken: „Was ist das denn für eine blöde Frage?“ Wie man die Heizung anmacht, weiß doch jeder oder? Ja, das weiß vermutlich jeder. Dennoch kann man beim Heizen einige Fehler machen, die dazu führen, dass die Luftfeuchtigkeit zu hoch oder zu niedrig ist. Nicht selten kommt es durch fehlerhaftes Heizen, zu Schimmelbefällen in der Wohnung. Darüber hinaus können Sie Ihre Heizkosten senken, wenn Sie richtig heizen.

Richtig heizen und lüften, hilft die Energiekosten zu senken

Richtig Heizen

Die Gas- und Heizölpreise sind bei den meisten Anbietern in den letzten Jahren stark angestiegen und sie steigen sogar noch weiter an. Die Energiekosten haben ihr Rekordniveau erreicht. Nur wenn die Außentemperaturen steigen, ist es möglich, dass Sie Ihre Heizkostenrechnung um einen Prozent senken.

Das Geheimnis, um Ihre Heizkosten bereits jetzt schon senken zu können, ist das richtige Raumklima. Wenn Sie richtig lüften und Heizen, können Sie Ihre Energiekosten drastisch senken und genießen ein angenehmes Raumklima, bei guter Luftfeuchtigkeit. Ein sogenanntes Hygrometer, ist ein Gerät zur Messung der Luftfeuchtigkeit. An diesem Gerät können Sie ablesen, wie hoch die Luftfeuchtigkeit in Ihrer Wohnung ist. Gleichzeitig können Sie daraus ableiten, wann Sie lüften oder heizen müssen.

Hygrometer sind schon bereits ab 15 Euro erhältlich, wobei es natürlich auch teurere Modelle gibt. Die Anschaffung lohnt sich jedoch allemal.

Worauf sollte man beim Heizen achten?

Die Heizung muss für gewöhnlich nicht rund um die Uhr laufen. In Räumen, in denen Sie sich tagsüber kaum oder gar nicht aufhalten, können Sie die Heizung ausschalten. Wie viel Gas oder Heizöl Ihre Heizung benötigt, ist natürlich auch von der Funktionstüchtigkeit Ihrer Heizung abhängig. Deshalb sollten Sie sie jedes Jahr vor Herbst- bzw. Wintereinbruch überprüfen lassen.

Macht Ihre Heizung gluckernde Geräusche? Dann haben Sie Luft im Heizkörper. In diesem Fall kann das heiße Wasser im Heizkörper nicht richtig zirkulieren und die Oberfläche wird nur teilweise oder gar nicht mehr warm. Dadurch versuchen Sie natürlich immer mehr und mehr zu heizen, wodurch Sie wertvolle Energie und somit Kosten verschwenden.

Sollte Ihre Heizung gluckern, entlüften Sie sie und kontrollieren Sie den Wasserdruck. Das sollten Sie regelmäßig machen.

Lassen Sie die Temperatur automatisch regeln

Tagsüber gilt bei den meisten Menschen eine Wohlfühltemperatur von 20 bis 21 Grad. In der Nacht schlafen die meisten Menschen bei einer Temperatur zwischen 16 und 18 Grad besser. Wenn Sie Ihre Heizungstemperatur in der Nacht senken, können Sie bis zu 30 Prozent Ihrer Heizkosten einsparen. Viele Heizungsanlagen sind heutzutage mit einer automatischen Nachtabsenkung ausgestattet. Falls Ihre Heizung nicht damit ausgestattet ist, sind im Handel programmierbare Thermostate erhältlich.

Thermostat Einstellungen

Den Thermostat können Sie einfach auf das Heizkörperventil aufschrauben. Der Thermostat dreht die Heizung dann je nach einprogrammierter Temperatur automatisch auf oder schließt sie. Dies kann bei einer bestimmten Temperatur oder zu einer bestimmten Uhrzeit geschehen.

Wenn Sie tagsüber nicht zu Hause sind, können Sie die Heizung zum Beispiel ausschalten und den Thermostat so programmieren, dass Ihre Wohnung warm ist, wenn Sie wieder nach Hause kommen. Heutzutage gibt es sogar Thermostate oder Steuereinheiten, die sich mit Hilfe einer Smartphone-App, von unterwegs steuern lassen.

Heizung schaltet automatisch beim Lüften ab

Moderne Heizkörperthermostate stellen sicher, dass sie nicht vergessen die Heizung auszuschalten, wenn Sie lüften. Der Thermostat misst stets die Temperaturveränderung und schaltet sich ab, wenn Sie das Fenster zum Lüften öffnen. So können Sie ebenfalls bis zu 30 Prozent Ihrer Heizkosten einsparen.

Senken Sie Ihre Heizkosten, indem Sie richtig lüften
Viele Menschen lassen die Fenster den ganzen Tag auf Kipp stehen. Allerdings muss abends dann mehr geheizt werden, weil die Wände zu stark auskühlen. Dadurch können die Heizkosten um bis zu 200 Euro ansteigen.

Schalten Sie vor dem Lüften die Heizung ab und öffnen Sie das Fenster dann für 5 bis 15 Minuten vollständig. So ist binnen kürzester Zeit ein vollständiger Luftaustausch möglich und die Wände kühlen nicht aus.

Worauf sollte ich noch beim Heizen achten?

Achten Sie auf die Luftfeuchtigkeit. Sie sollte zwischen 35 und 65 Prozent betragen. Ist die Luftfeuchtigkeit zu hoch, kann dies zu einer Schimmelbildung führen, die gesundheitsschädlich ist. Zu trockene Luft ist ebenfalls gesundheitsschädlich und kann Erkrankungen der Atemwege sowie Erkältungskrankheiten und Immunschwächen begünstigen, da die Schleimhäute austrocknen.

Bei welcher Temperatur man sich wohlfühlt, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Es gibt jedoch allgemeine Richtwerte. Jedes Grad weniger, kann zu einer Energiekostenersparnis von bis zu 6 Prozent beitragen.

Empfehlungen für die richtige Raumtemperatur:

• Badezimmer 22 bis 24 Grad
• Schlafzimmer tagsüber 18 Grad
• Schlafzimmer nachts 16 bis 18 Grad
• Wohnzimmer 20 Grad

Sollte die Luftfeuchtigkeit in Ihrer Wohnung zu hoch sein, leidet darunter das Raumklima. In diesem Fall kann ein Luftentfeuchter helfen. Bei zu trockener Luft hingegen, hilft ein Luftbefeuchter.

Wie Sie sehen, kann die Luftfeuchtigkeit Sie beim richtigen Heizen und Lüften unterstützen und Ihre Energiekosten drastisch senken.


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